Nordbahntrasse

Von der Eisenbahnstrecke zum Fuß-, Rad- und Skateweg

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Logo der Nordbahntrasse / Jackstädtweg

Die Nordbahntrasse bzw. der Jackstädtweg (benannt nach der Dr.-Werner-Jackstädt-Stiftung als dem größten Sponsor) ist der zu einem Fuß-, Rad- und Skateweg umgebaute Wuppertaler Abschnitt der ehemaligen Rheinischen Strecke. Sie wurde von der Rheinischen Eisenbahngesellschaft ab 1873 in Konkurrenz zur im Tal verlaufenden Route Elberfeld – Dortmund der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft gebaut und 1879 in Betrieb genommen. Als Direktverbindung zwischen Dortmund-Hörde und Düsseldorf führte die Eisenbahnstrecke 16 Kilometer über die Nordhöhen Wuppertals, was ihr den Namen Nordbahn einbrachte.

Mit dem Ausbau der Bergisch-Märkischen Strecke verlor die Nordbahn zunehmend an Bedeutung. Im Jahre 1991 wurde der Personenverkehr eingestellt. Acht Jahre später fuhr der letzte Güterzug. Seit 2006 initiiert und realisiert die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. die Wiederbelebung der Strecke als innerstädtischen Fuß-, Rad- und Skateweg.

Panorama-Radweg Nordbahntrasse

Über 23 Kilometer erschließt die Nordbahntrasse fast kreuzungsfrei und ohne nennenswerte Steigungen die Zentren und nördlichen Stadtteile Wuppertals und findet ihren Anschluss an das überregionale Radwegenetz im Westen und Osten.

Die Nordbahntrasse ist Teilstück der insgesamt etwa 300 Kilometer langen Panorama-Radwege im Bergischen Land, im südlichen Ruhrgebiet und im Sauerland mit Anschlüssen an die beliebten Radwege an Rhein, Ruhr und Sieg.

Panorama-Radwegenetz
Die Nordbahntrasse ist Teil des Bergischen Panorama-Radwegs. Grafik: Bergische Entwicklungsagentur GmbH

Fünf beleuchtete Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund zwei Kilometern, davon der längste über 700 Meter lang, und gemauerte Viadukte bis zu 300 Meter Länge sind besondere Höhepunkte der Strecke. Mehrere Aussichtspunkte erlauben spannende Aus- und Einblicke in Stadt und Umgebung. Die Nordbahntrasse führt sowohl an den Relikten einer blühenden industriellen Vergangenheit vorbei als auch durch fast unberührte, unter Natur- und Landschaftsschutz stehende Gebiete. Mehrere alte Bahnhöfe mit Gaststätten laden zum Verweilen drinnen und draußen. Über 100 Hinweistafeln veranschaulichen die Route der Industriekultur.

Die Nordbahntrasse ist in erster Linie ein autofreier Verkehrsweg. Sie soll aber auch ein Ort der Begegnung sein: Jung und Alt, Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, aus allen sozialen Schichten und Stadtteilen sollen sich begegnen: in den Cafés, auf den Rastplätzen sowie bei sportlichen, kulturellen und kulinarischen Veranstaltungen. Veranstalter können viele sein: Vereine, Schulen, Unternehmen, Privatpersonen oder auch die WUPPERTALBEWEGUNG e.V.

Eine Übersichtskarte für die Panorama-Radwege finden Sie hier zum Download.

Weitere Informationen über das Panorama-Radwegenetz finden Sie unter