Das Projekt Schwarzbachtrasse

LOGO des fördernden Ministeriums

Nachdem die Nordbahntrasse fertig war und von den Bürgerinnen und Bürgern begeistert angenommen wurde, hat sich die WUPPERTALBEWEGUNG e.V.dem  Projekt Schwarzbachtrasse zugewendet .

Sie führt über rd. 2 km ausgehend vom ehemaligen Bahnhof Wichlinghausen am Wohngebiet Hilgershöhe vorbei nach Langerfeld und schließt ca. 50.000 weitere Bürgerinnen und Bürger an die Nordbahntrasse an.

 

Wegen der geringen vorhandenen Breite – es war eine nur eingleisige Bahnstrecke, anders als die Nordbahntrasse – gibt es keine getrennten Bereiche für Fußgänger und Radfahrer. Die Trasse wird wie in den Außenbereichen der Nordbahntrasse asphaltiert.

Ihrer Attraktivität tut das keinen Abbruch . Die 29 m hohe Brücke über die Straße Schwarzbach und ein weiterer, 280 m langer Tunnel werden interessante Elemente dieses neuen Abschnitts sein.

Eigentümerin der Trasse ist wie bei der Nordbahntrasse die Stadt Wuppertal, die das Grundstück von der Bahn gekauft hat. Bauherr der Trasse und direkter Empfänger der Fördermittel des Bundes ist dagegen die »WUPPERTALBEWEGUNG e.V.«. Für die Zeit des Umbaus und die erste Zeit danach, maximal für fünf Jahre, hat die WUPPERTALBEWEGUNG e.V.  von der Stadt ein Erbbaurecht erhalten, damit sie vor allem während der Bauzeit frei und alleinverantwortlich über die Fläche verfügen kann.

Die förderfähigen Gesamtkosten sind auf gut 3,6 Millionen € veranschlagt, von denen das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative, Haushaltsjahr 2017, für das Vorhaben unter dem Projektnamen “NKI: Umwandlung der ehemaligen Bahnstrecke “Schwarzbachtrasse” in Wuppertal in einen hochwertigen Rad-, Fuss- und Inlineskater-Weg”,  (Förderkennzeichen: 03KBR0067, Laufzeit Januar 2018 bis Dezember 2019), 90% zuwendet. Die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. trägt die  restlichen 10% Eigenanteil sowie die nicht förderfähigen Kosten, darunter die gesamten Planungskosten.

Das renommierte Ingenieurbüro Ahlenberg Ingenieure aus Witten-Herdecke hat die Planung gemacht und die Oberbauleitung übernommen.

Möglich wird diese Erweiterung der Nordbahntrasse durch bürgerschaftliches Engagement in der »WUPPERTALBEWEGUNG e.V.« aber auch darüber hinaus. Spenden, die die Bürgerinnen und Bürger und Wuppertaler Unternehmen geleistet haben, machen es  wie bei der Nordbahntrasse möglich, die notwendigen Eigenmittel und die nicht förderfähigen Kosten aufzubringen. Bei der anstehenden Realisierung der Trasse zählt die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. wieder auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger und des 2. Arbeitsmarktes.

Die Schwarzbachtrasse ist wie die Nordbahntrasse ein Projekt von Bürgern für Bürger!

Aktueller Stand: Die Arbeiten an der Schwarzbachtrasse sind im Februar 2018 gestartet. Der 2. Arbeitsmarkt hat einen Teil der Gefahrenbäume an der Trasse beseitigt. Damit wurde das Baufeld frei für den nächsten Schritt, das Entfernen der Schienen und Schwellen. Leider hatte sich die Entfernung der Schwellen verzögert, weil der beauftragte Unternehmen seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkam. Für die dadurch verursachte Geruchsbelästigung der Anleger während des heißen Sommers 2018 bitten wir um Entschuldigung. Inzwischen sind die Schwellen ordnngsgemäß entsorgt. Aus den Stahlbrücken ist der Schotter entfernt und der Korrosionsschutz erneuert. Der verbleibende Schotter wurde gebrochen, um als Unterbau für den Radweg zu dienen. Die aus Sicherheitsgründen erforderlichen Baumfällungen sind abgeschlossen.

Leider hat es dann wegender überhitzten Baukonjunktur nochmals Verzögerungen bei der Auftragsvergabe der wesentlichen Bauteile gegeben.

Die erste Submission hat ein Ergebnis ergeben, mit dem das Projekt finanziell nicht realisierbar wäre. Eine daraufhin erfolgte Überarbeitung und neue Angebote haben schon eine erhebliche Verbesserung von ca. 1 Mio € erbracht – trotzdem verbleibt gegenüber der Planung des beauftragten Ingenieurbüros noch eine nicht gedeckte Lücke von etwa 600.000 €. Erst eine dritte beschränkte Ausschreibung hat zu realistischen Angeboten geführt, die eine Auftragsvergabe ermöglichten.

Unsere Partner beim Bau wurden:

  • Meisterbetrieb Vogelsang, Wetter: Brücken- und Tunnelsanierung
  • Salmen Fels-, Ingenieur- und Spezialtiefbau GmbH, Meschede: Felssicherung und Stützmauersanierung
  • Stahlbau Buchen, Wissen: Geländerbau
  • Schmiede Uwe Föster, Schmallenberg: Trapezblechabhängungen im Tunnel
  • Ecoprotec GmbH, Paderborn: Sicherheits- und Gefahrenkoordination (SiGeKo)
  • Meyer-Tochtrop Bauunternehmen GmbH: Wegebau und Streckenbeleuchtung

Die wesentlichen Arbeiten (Brücken/Viadukt, Tunnel, Hangsicherung, Geländer, Asphalt und Anschluss an die Nordbahntrasse) sind bereits abgeschlossen und blieben letztlich im Zeit- und Kostenplan. Die Trasse kann seit Dezember 2019 durchgehend befahren und begangen werden.

Die formale Eröffnung sollte im Frühjahr 2020 sein. Der Corona-Virus macht jedoch eine solche Veranstaltung zur Zeit unmöglich. Die WUPPERTALBEWEGUNG e.V. wird das Fest nachholen.

 

Unsere Bildergalerie dokumentiert die Umbauarbeiten.

Eine ausführliche chronologische Galerie mit Bildern und Videos finden Sie unter http://www.herberts-eisenbahnbilder.de/390-11-00_Schwarzbachtrasse_Uebersicht